Diese Übung dient zum einen der Reflexion des Lernprozesses und zum anderen der Evaluierung des Lernfortschritts. Wir haben beide Varianten eingesetzt. In der Basisgruppe am Ende jeden Gruppentages haben die Teilnehmenden die “Wassersäulen” ausgefüllt.

Ein Glas ist schematisch auf einem Blatt Papier dargestellt. Die Teilnehmenden befüllen mittels Buntstift das Glas so hoch mit Wasser, wie sie selbst den Lernerfolg oder die Menge des Gelernten zu einem Thema oder zu einem Bildungsinhalt einschätzen. Ein volles Glas bedeutet 100%. Um genau halb gefüllte Gläser zu vermeiden, empfiehlt es sich, Marken vorzugeben, die eine Mitte nicht zulassen. Wir wissen ja, dass eine Mitte dazu verleitet, sich mit einer Frage nicht genau zu beschäftigen. Je mehr Marken, umso differenzierter kann der Erfolg oder die Menge dargestellt werden. Jedes Wasserglas, jede Wassersäule steht für einen Inhalt, ein Thema, zum Beispiel “Lesen und Verstehen“, “Mitreden” oder “Stärke” (damit kann auch eine Stimmung, also die aktuelle Verfasstheit abgefargt werden). Die Übung muss immer wieder erklärt werden, ebenso die abgefragten Begriffe.

Für die Evaluierung haben wir in größeren zeitlichen Abständen die Abfrage mit Wassersäulen gemacht. Für eine Evaluierung werden Aussagen formuliert, die immer gleich bleiben und so eine Entwicklung, eine Einschätzung der Teilnehmenden ermöglichen. Aussagen können lauten ” Ich verstehe oft, was ich lese.”  “Ich bin damit zufrieden, was ich lesen kann.”(für Lesen und Verstehen) “Ich kann mit dem Arzt gut reden und ihn gut verstehen.” “Ich habe  keine Angst, anderen etwas zu erklären.” (für Reden und Verstehen) “Ich kann gut mit der Maus klicken und die richtigen Tasten drücken.” “Ich finde im Internet das, was ich brauche.” ( für Informations- und Kommunikationstechnik)  und so weiter.

  • Raum: Seminarraum mit Tischen
  • Zeit: 5 Minuten
  • Sozialform: Einzelarbeit
  • Material: Wassersäulengrafik, Buntstifte