Im Anschluss an jeden Seminartag bekommen die Teilnehmenden je vier Punkte. Die Aufgabenstellung lautete, diese jenen Tagesordnungspunkten zuzuordnen, die ihnen besonders gut gefallen haben – sie können dabei alle Punkte zu einem Tagesordnungspunkt kleben oder ihre Punkte aufteilen.

Im Zuge von “Im Fordergrund lernen” wurde diese Methode im Rahmen der Basisgruppe eingeführt. Sie wurde dann auch für andere Fragenstellungen immer wieder eingesetzt. Bei der Erarbeitung unterschiedlicher Themenschwerpunkte bewährt sich diese Methode zum Beispiel insofern, als für die ganze Gruppe divergierende Ansichten rasch ersichtlich werden und gut in der Gruppe besprochen und bearbeitet werden können.

Auch im Zuge der Zielarbeit haben wir die Punkteabfrage eingesetzt. So haben alle Teilnehmenden sich zuerst überlegt, welche konkreten Lernwünsche sie in den Bereichen Lesen, Schreiben, Rechnen und Computer haben. Im Anschluss wurden diese Lernwünsche im Plenum gesammelt und von der Trainerin bzw. dem Trainer auf dem Flipchart festgehalten. Danach klebten die Teilnehmenden ihre Punkte zu den Lernwünschen, die sie in die Tat umsetzen wollten. Die so entstanden Plakate bildeten die Grundlage sowohl für die Planung der Lerngruppen als auch für die Festlegung der individuellen Lernziele auf Teilnehmendenseite.

Mit der Punktevergabe lässt sich rasch und unkompliziert  eine “Gruppenmeinung” erfassen, wenn  farbige Punkte verwendet werden, sind Prioritäten leicht erkennbar. Als Mittel der Reflexion, der Meinungsäußerung und dem Einbringen des eigenen Standpunktes eignet sich die Punktevergabe sehr gut. Die Methode erfordert keine große sprachliche Gewandtheit und fordert dazu auf, eindeutig Stellung zu beziehen.

  • Raum Seminarraum
  • Zeit: 5 - 10 Minuten
  • Sozialform: Einzelarbeit
  • Material: verschieden farbige Klebepunkte oder Flipchartstifte