Ein Schwerpunkt von uns war es, das aktive Mitgestalten der Lerneinheiten durch die Teilnehmenden zu fördern. Dies war Bestandteil aller Phasen von “Im Fordergrund lernen”, im Rahmen der Informationsveranstaltung und während der Basisgruppe war dieser Anspruch schwierig umzusetzen: Die Vorgangsweise war für die Teilnehmenden neu, auch mit den Methoden mussten alle erst vertraut werden. Während der Basisgruppe legten wir die aktive Mitgestaltung der Gruppenregeln, Pausenregelung und die Abläufe der jeweiligen Reflexionsarbeit so an, dass Gestaltungsmöglichkeit für die Teilnehmenden gegeben war. Konkret wurde etwa darauf geachtet, dass nicht wir vorgaben, wer beginnt, sondern zuerst nach Freiwilligen gefragt, beziehungsweise wurde das Aussuchen, das Bestimmen den Teilnehmenden überlassen.

Beim Einstieg in die Lerngruppen lagen die Inhalte ganz in der Hand der Lernenden, bei der Umsetzung wurden diese aktiv in die Gestaltung einbezogen, es wurden Einschätzungen bezüglich der Dauer der Lerngruppen eingeholt, die Lernziele nochmals differenziert und an die vorab selbst eingeschätzte Dauer angepasst. Dieser Prozess war fixer Bestandteil der Lernangebote und wurde mit entsprechend Zeit dafür anberaumt. Die für die Lerninhalte notwendige Recherchearbeit wurde, nach genauer Anleitung, an die Teilnehmenden übergeben. Die Übergabe dieser Aufgabe an die Teilnehmenden war besonders gut einsetzbar in den Lerngruppen mit Themenschwerpunkten. Je länger die Teilnehmenden in der Maßnahme waren, umso aktiver wurden die Mitgestaltungsmöglichkeiten angenommen und die Lust aller Mitwirkenden, sich aktiv einzubringen, stieg stark. Diese Art des Lernens zeigte natürlich auch Auswirkung auf unsere Arbeit als Trainerinnen und Trainer, weil sich durch die Aktivität der Teilnehmenden nicht nur eine Entlastung für uns ergab, sondern auch die Grenzen zwischen Lehren und Lernen spürbar durchlässiger wurden.

Die aktive Einbindung der Teilnehmenden in das Kursgeschehen wirkte sich sehr positiv auf die Selbstwahrnehmung und die Reflexionsfähigkeit aus. Die Selbsteinschätzung hinsichtlich der Erreichbarkeit der Lernziele und die Abschätzung für den dafür notwendigen eigenen Arbeits- und Zeitaufwand gelang den Lernenden immer besser, weiters wurde gut erkennbar, dass das Vertrauen in die eigene Organisationsfähigkeit  beständig wuchs.