Beim selbstgesteuerten Lernen trifft der bzw. die Lernende selbst „die wesentlichen Entscheidungen, ob, was, wann, wie und woraufhin er [bzw. sie] lernt“ (Weinert, 1982, S. 102) – wobei selbstgesteuerte Lernprozesse auch von externen Instanzen angeleitet werden können (vgl. Breuer, 2000, S. 88). Ein vollständig selbstgesteuertes Lernen stellt hohe Anforderungen an die Lernenden, da sie ihre Lernbedürfnisse, Lernvoraussetzungen und Lernziele selbstständig klären, eigene Prozesse und Strategien entwickeln sowie Schwierigkeiten alleine aus dem Weg räumen müssen.

In unserem Lernangebot “Im Fordergrund lernen” haben wir einerseits – vor allem im Rahmen der Basisgruppe aber auch in den unterschiedlichen Lerngruppen – versucht, die für das selbstgesteuerte Lernen, von den Lernenden erforderlichen kognitiven und motivationalen Voraussetzungen, direkt zu fördern. Andererseits haben wir – vor allem durch die Lerngruppen aber auch im Rahmen der Basisgruppe – ein Lernsetting geschaffen, das erste Schritte in Richtung selbstgesteuertes Lernen ermöglicht, denn Selbststeuerung muss durch Situationen herausgefordert werden, die Selbststeuerung erfordern.

Quellen:

  • Weinert, F. (1982). Selbstgesteuertes Lernen als Voraussetzung. Methode und Ziel des Unterrichts. Unterrichtswissenschaft 10 (2), S. 99 – 110.
  • Breuer, J. (2000). Selbstgesteuertes Lernen, kooperatives Lernen und komplexe Lehr-/Lernmethoden. Analyse der Formen im `herkömmlichen´ Präsenzlernen sowie deren Unterstützung durch das Internet.