Eine Leitidee des Lernangebotes “Im Fordergrund lernen” war es, den Teilnehmenden zu ermöglichen (nur) das zu lernen, was sie wirklich lernen wollen und brauchen, um ihren Alltag besser zu bewältigen, sich beruflich neue Perspektiven zu eröffnen sowie politisch und gesellschaftlich verstärkt teilhaben zu können.

Daher wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst aus, welche – inhaltlich speziell auf ihre individuellen Lernziele zugeschnittenen – Lerngruppen sie besuchten. Im Rahmen der Basisgruppe waren sie vorab jedoch gefragt, selbst sehr genau zu definieren, was sie schon können und was sie in weiterer Folge noch dazu lernen wollen – und das so präzise und realistisch wie möglich. Die grundsätzlichen Lernwünsche, mit denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu uns gekommen sind (“Ich möchte Deutsch lernen!”), wurden so im Zuge der Zielarbeit zu konkreten, realisierbaren Lernzielen (“Ich möchte mich mit meinem Nachbarn unterhalten können!”). Später im Zuge der Ankergruppe wurde der Lernprozess reflektiert, die Teilnehmenden konnten die Ergebnisse mit den vormals festgelegten Lernzielen abgleichen, die Lernziele adaptieren, beziehungsweise gegebenenfalls neue Lernziele entwickeln.