In Österreich bewegen sich nur ca. 1/4 der Erwachsenen ausreichend – dabei hat Bewegung nachweislich positive Auswirkungen auf Gehirnfunktionen (Gehirndurchblutung und Neubildung von Nevenzellen) und Psyche (antidepressive Wirkung). Bewegung hilft Stress abzubauen und führt zur Ausschüttung bestimmter Hormone und Stoffwechselprodukte, die beim Lernen förderlich sein können (www.gesundheit.gv.at). “Untersuchungen belegen, dass körperliche Aktivitäten biochemische Prozesse aktivieren, die die intellektuellen Fähigkeiten und das Gedächtnis positiv beeinflussen.” (Besser, 2010, Verarbeitungsmuster – Karte 14). Das Thema Bewegung und Aktivierung spielte daher auch in allen Phasen Lernangebotes “Im Fordergrund lernen” eine wichtige Rolle:

So wurden zum Beispiel gezielt Methoden verwendet, durch die der ganze Körper in den Lernprozess einbezogen wurde, und die so einen positiven Einfluss auf die Qualität des Lernprozesses hatten. Außerdem wurden die Präsenzeinheiten immer wieder durch Bewegungsübungen aufgelockert, um Müdigkeit entgegen zu wirken und die Konzentration aufrecht zu erhalten. Viele dieser Übungen erlaubten auch die soziale Kompetenz und die Wahrnehmung der TeilnehmerInnen zu fördern. Da diese Übungen immer wieder von den TeilnehmerInnen selbst gestaltet wurden und wir als TrainerInnen so in die Rolle der Lernenden geschlüpft sind, boten diese Übungen den TeilnehmerInnen darüber hinaus auch die Möglichkeit, sich selbst als kompetent zu erleben. Außerdem wurden die Themen Gesundheit und Bewegung auch inhaltlich im Rahmen einer eigenen Lerngruppe behandelt.

Quellen

  • Besser, R. (2010). Das Gehirn. Erkenntnisse aus der Hirnforschung – eine Zusammenfassung aus didaktischer Sicht. Bremen: besser wie gut GmbH.