Lernen ist für viele Menschen – auch für unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer – immer noch auf formales und non-formales Lernen beschränkt. Sowohl formales als auch non-formales Lernen ist stets zielgerichtet, wobei formales Lernen in anerkannten Bildungseinrichtungen statt findet und die Ergebnisse mit einem offiziell anerkannten Abschluss bestätigt werden, und Kurse, Seminare, etc. ohne allgemein anerkannte Zertifizierung unter non-formalem Lernen zusammengefasst werden (vgl. www.erwachsenenbildung.at). Viele Lernprozesse von Erwachsenen finden jedoch abseits dieser Formen und daher oft “unsichtbar” sowohl für Dritte als auch für die Lernenden selbst statt. Im Rahmen dieser informellen Lernerfahrungen im Alltag der Teilnehmenden (Arbeitsplatz, Familie, Freizeit, Migration, etc.) erwerben sie wertvolle Kompetenzen, die es bewusst und für weiteres Lernen nutzbar zu machen gilt.

Ein Ziel unseres Lernangebots “Im Fordergrund lernen” war es daher, den bisherigen Lernbegriff der Teilnehmenden zu erweitern. Gemeinsam wurde dazu intensiv an der Differenzierung zwischen geplantem (formalen und non-formalen) Lernen und ungeplantem Lernen (informellem Lernen) gearbeitet. Dieses Bewusstsein dafür, was alles Lernen ist, ist die Grundvoraussetzung, um in weiterer Folge mit den bisherigen, individuellen, oft informellen Lernerfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter arbeiten zu können (siehe Lernbiografie).