Die im Herbst 2013 erschienene PIAAC-Studie zeigt, dass 17,1 % (970.000 Personen) der Erwachsenen in Österreich nur über eine niedrige Lesekompetenz verfügen und daher in Beruf und Alltag benachteiligt sind. Daraus wird einmal mehr ersichtlich, dass Menschen mit unzureichender Lesekompetenz mit Benachteiligung, Diskriminierung und Abwertung konfrontiert sind. Jegliche Partizipation an schriftlichen Medien ist unmöglich oder sehr eingeschränkt.

Es beginnt mit der Schwierigkeit beim Schreiben einer Einkaufsliste oder einer SMS, bei der Erledigung eines einfachen, schriftlichen Arbeitsauftrages und endet bei großer Unsicherheit im Umgang mit  Behördenbriefen, E-Mails, Zeitungsartikeln und Literatur.

Lesen, als erste der 4 Kulturtechniken, ist eine Teilkompetenz der Basisbildung, diese gilt es zu fördern, um eine gleichberechtigte Teilhabe der Menschen zu ermöglichen.

Ein Ziel unseres Lernangebotes “Im Fordergrund lernen” war es daher die Lesekompetenz unser Teilnehmenden zu erheben, sie zum Lesen zu motivieren, die Lesekompetenz zu fördern und Übungsfelder zu schaffen, um erfolgreiche und sinnvolle Leseerfahrungen zu ermöglichen (Transfer in den Alltag). Dabei sind aktuelle Kenntnisse der Teilnehmenden Lernausgangspunkt, die Leseangebote sind eingebettet in verschiedene aktuelle Themen und gehen von lebensweltlichen Kontexten  wie Ernährung, Kunst und Kultur, Mode und zeitpolitischen Geschehnissen aus. Fond des Lesematerials waren die Interessensgebiete der Teilnehmenden (Zeitungen, Internet, Anleitungen, Post, Formulare, SMS, Bücher, Informationsflyer …).