Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden im Rahmen von Informationsveranstaltungen über den Kursverlauf informiert und konnten über Stationen Einblick in den Ablauf bekommen. Wir legten großen Wert auf eine sehr einladende und lustvolle Atmosphäre. Bei der zweistündigen Informationsversanstaltung konnten die Interessentinnen und Interessenten Aufgaben in den Bereichen Lesen, Schreiben und Rechnen handschriftlich wie auch am Computer ausprobieren. Wichtig war dabei, möglichst lösbare Aufgaben zu wählen, so dass die anwesenden Personen in jedem Fall die Veranstaltung mit einem Erfolgserlebnis verlassen konnten. Nicht alle Aufgaben mussten unbedingt von jeder Person gelöst werden, spontan ergaben sich auch Lösungen in Teamarbeit, bei Bedarf wurden Aufgaben erweitert bzw. eingeschränkt.

Am Ende wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gebeten, darüber nachzudenken und zu formulieren, was jede und jeder im Kurs lernen möchte. Es wurden wöchentliche Folgetermine angeboten, zu welchen interessierte Personen ein zweites Mal kommen mussten und an dem sie sich persönlich für den Kurs anmelden konnten. Die in der Zwischenzeit formulierten groben Lernwünsche wurden im Zuge dieser Folgetermine gesammelt.

Mögliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden von ISOP-internen Projekten, wie den allgemeinen Deutschkursen und dem Projekt Elementarbildung zu den Informationsveranstaltungen von “Im Fordergrund lernen” eingeladen, umliegende Kontaktstellen wie St. Andrä Kirche, Büro der Nachbarschaften, Bezirksämter etc. wurden mit der Bitte, die Termine an mögliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiterzugeben, einbezogen. Zeitungsinserate wurden geschaltet, Informationsmaterial (Folder und Plakate) verteilt, damit potentielle Multiplikatorinnen und Multiplikatoren erreicht werden konnten.

Grundsätzlich waren in Graz Migrantinnen und Migranten leichter zu erreichen als Österreicherinnen und Österreicher. Für Migrantinnen und Migranten gibt es ja die Möglichkeit, mangelnde Deutschkenntnisse als Motivation, eine Basisbildungsmaßnahme zu besuchen, anzugeben, außerdem scheint es für diese, im Gegensatz zu Österreicherinnen und Österreichern, kein Tabu zu sein, keine oder wenig schulische Ausbildung im Herkunftsland zu haben.

Im Bezug auf die Zusammensetzung der Gruppen wurde eine gute Durchmischung von Frauen und Männern, Jungen und Alten, Österreicherinnen, Österreichern und Migrantinnen, Migranten – also eine möglichst heterogene Teilnehmendenstruktur – angestrebt.